• Britta Arnold

KineArt Coaching - sehr persönliche Worte

Aktualisiert: Juni 6

Ich begegne immer wieder Menschen, die sich für meine Arbeit mit KineArt interessieren, sich aber nicht wirklich vorstellen können, was das ist und was ich da mache. Irgendwie muss es etwas mit "Malen" zu tun haben. Grundlegend ist das gar nicht so falsch.

Ich habe eine Ausbildung zur Heilpraktikerin für Psychotherapie gemacht, Ökotrophologie und Ernährungswissenschaften studiert und mich in Kunst- und Kreativtherapie und ganzheitlicher Kinesiologie weitergebildet. Seit Jahren praktiziere ich Yoga und mache Energie- und Körperarbeit. Mein nächstes Projekt ist eine Reiki-Ausbildung.

Ich habe immer wieder festgestellt, dass manche Teilmethoden und Verfahren ganz schnell und effektiv sind, andere Methoden tiefer gehen und nochmals andere, kurzfristiger und andere langfristiger wirken. Das hängt natürlich vor allem vom Thema und von dem Wesen des Klienten ab. Deshalb wirkt auch nicht bei jedem alles gleich. Schnell habe ich festgestellt, dass es kein Schema F gibt, dass ich bei meinen Klienten anwenden kann. Ich muss mir meinen "Werkzeugkoffer" laden und dann für Jeden immer wieder neu entscheiden, welches Tool ich in der jetzigen Sitzung anwende.

Da ich selbst Künstlerin bin und die Kunst mich begleitet, seit ich denken kann, war mir irgendwie klar, dass ich unbedingt gestalterische Elemente in meine Arbeit integrieren möchte. Über Gestaltungsprozesse kann man visuell darstellen, was man über Worte manchmal nicht ausdrücken kann.

Ich lehne mich nun mal aus dem Fenster und sage ganz offen, dass mein Leben bis hierher immer aus Kampf, Ängsten, Krankheit und Druck bestanden hat. Da ich es doch immer wieder heraus geschafft habe, habe ich den tiefen Glauben, dass es immer einen Weg gibt und es immer einen Sinn hinter einer Begebenheit hat. Es gibt nicht viel, was ich nicht schon erlebt habe. Das ist die bittere Wahrheit, das ist traurig und nach Aussen gab und gibt es deshalb diese nette Fassade, die ich krampfhaft aufrecht erhalten habe. All das hat mich aber auch stark, mutig und energiegeladen gemacht. All das hat mich zu dem Menschen gemacht, der ich heute mit stolz bin - denn hier stehe ich in meiner vollen Grösse und mit meinem Rucksack voller Erfahrung.


Gerade deshalb kann ich mich gut in all das einfühlen, was meine Klienten in ihrem persönlichen Rucksack mit sich bringen, kann stützen und begleiten. Und genau deshalb habe ich KineArt entwickelt. All meine integrierten Elemente haben mir selbst einmal aus einem Loch geholfen.

Besonders spannend ist für mich somit die Maltherapie, die fester Bestandteil von KineArt ist. Maltherapie ist eine Unterform der Kunsttherapie. Man kann dabei gestaltungstherapeutische und tiefenpsychologische oder anthroposophische Vorgehensweisen anwenden.


  • Im klassischen tiefenpsychologischen Ansatz wird zweistufig vorgegangen, indem der Klient zuerst malt und das Bild danach Grundlage eines Gesprächs darstellt. Das entstandene Bild gilt dann als Visualisierung des Unbewussten.

  • Etwas anders ist es im anthroposophischen Ansatz, hier stehen die unmittelbare Wirkung der Farbe auf den Patienten und der Malprozess selbst im Vordergrund.


Wenn ich während einer Sitzung entscheide, dass ich maltherapeutisch mit meinem Klienten vorgehe, dann verbinde ich die beiden Ansätze meistens miteinander. Es geht nicht um schön Malen oder realistisch Abzeichnen. Es geht darum, aus dem Nichts mit einer bestimmten Technik mit Zeitung, Kleister und Leinwand etwas Individuelles und Neues zu erschaffen, das es so nirgends gibt. Ganz ehrlich gesagt, ist KineArt nicht mit einer Stunde oder einer Sitzung abgehandelt. Denn das, was da auf der Leinwand in einem ersten Schritt entstanden ist, löst bei meinen Klienten schon so viel aus, dass man die Seele nicht überfordern darf. Man begibt sich einfach mal auf einen Weg, man weiss nicht wo es hinführt, aber man läuft mal los.

Ich vergleiche den Prozess immer gerne mit einer Zwiebel. Wir fangen ganz Aussen an und schälen erst mal die erste Schale ab und arbeiten uns dann Schicht für Schicht bis zur Zwiebelmitte durch. Wie viele Schichten da sind, wissen wir meist nicht. Jeder ist da anders und jede Schicht ist unterschiedlich dick. Manche Schichten lassen sich leicht schälen, andere reizen so sehr die Augen, dass Tränen fliessen müssen. Aber das ist alles okay und darf alles sein.


Im Prinzip begleite ich den Entstehungsprozess einer Veränderung, die bildnerisch Schicht für Schicht entsteht und immer wieder zwischen den Sitzungen trocknen muss. Pro Sitzung erarbeiten wir eine weitere Schicht, die wiederum andere Erinnerungen und Themen aufwühlen kann und die ich dann mit dem Klienten bespreche. In manchen Sitzungen wollen oder können die Klienten auch nicht am Bild weiterarbeiten, weil innere Widerstände aufkommen, dann braucht es eben ein anderes Tool wie kreatives Schreiben, Körperarbeit, Energieausgleich oder kinesiologische Interventionen.

Klar ist jedenfalls:

Egal, was pro Sitzung entsteht oder auch nicht, es führt immer zu einem Aha-Effekt. Der Klient kann Verknüpfungen besser wahrnehmen, Gefühle und Emotionen einordnen und sie spüren lernen. Deshalb ist es mir ganz wichtig zum Abschluss einer Sitzung dem Klienten noch eine Schlussentspannung mitzugeben. Dabei werden verschiedene Energiepunkte des Körpers berührt, welche einerseits die Verarbeitung des Besprochenen unterstützen, Blockaden lösen und die frei werdende Energie positiv verankert.

Ich weiss, dass nicht jeder etwas mit KineArt anfangen kann. Aus eigener jahrelanger Erfahrung weiss ich allerdings, wie effektiv KineArt sein kann. Und man muss dafür kein grosser Künstler sein oder Malen können. Es geht eher darum, sich auf die eigene Geschichte einzulassen und offen dafür zu sein, was lange Zeit im eigenen Unterbewusstsein geschlummert hat und über Kreativtechniken an die Oberfläche kommt. Ich weiss auch, dass es Angst machen kann, was da wohl dabei rauskommt - aber ich bin der festen Überzeugung, dass es sich immer lohnt hinzuhören und hinzuschauen, was einem der eigene Körper, das eigene Herz und die Seele sagen möchte.


Dieser Beitrag ist für dich geschrieben, auch wenn ich dich nicht kenne. Ich wünsche dir von Herzen, dass er dich in irgendeiner Art und Weise in deinem Sein bestärkt.


Herzlichst

Britta

© 2019 by Britta Arnold                       

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